KLIMASCHUTZ – KLIMA AM LIMIT

KLIMASCHUTZ
KLIMA AM LIMIT
„Letztlich sitzen wir alle im selben Boot“, warnte Frank Bainimarama, Premierminister von Fidschi und COP-Präsident, auf der 23. Weltklimakonferenz in Bonn. Bonn, nicht die Fidschi Inseln, war der Versammlungsort für die Welt, um die Klimakrise gemeinschaftlich zu lösen, denn der kleine Inselstaat leidet schon heute so massiv unter Extremwettern und weiteren Klimafolgen, dass Versammlungsort für die Weltgemeinschaft nur ein anderer Ort werden konnte.
Seine Botschaft:
- Der Klimawandel betrifft alle Staaten – unabhängig von Größe oder Wohlstand
- besonders verletzliche Inselstaaten wie Fidschi stehen an vorderster Front
- deshalb braucht es globale Solidarität und gemeinsames Handeln!
Anja skizziert beginnend auf internationaler Ebene – vom Club of Rome ausgehend – wo wir stehen und was es braucht. Dieser hat bereits vor über 50 Jahren gewarnt: Es gibt Grenzen des Wachstums auf einem endlichen Planeten. Was damals wie eine abstrakte Zukunftsprognose klang, ist heute Realität – und sie ist messbar. Sieben von neun planetaren Grenzen sind überschritten oder stehen kurz davor.
Das ist ein Alarmsignal für unsere Lebensgrundlagen. Und genau hier kommt die Zivilgesellschaft ins Spiel. Klimaschutz wird nicht allein durch Gesetze entschieden, sondern durch das Engagement [CA1] von Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen, Initiativen und Verbänden. Dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, entsteht Veränderung – oft schneller und mutiger als in politischen Prozessen.
Bis 2030 müssen rund 65 % der Emissionen im Vergleich zu 1990 eingespart sein.
Das heißt: In weniger als einem Jahrzehnt müssen wir mehr verändern als in den letzten dreißig Jahren zusammen.
Als Umweltministerin in Thüringen hat Anja Siegesmund genau daran gearbeitet: Im Austausch mit internationalen Partnern auf Weltklimakonferenzen gelang es, auch vor Ort Anlauf zu nehmen, mit dem Memorandum of Understanding Under2MOU. Heute spricht dieses Bündnis für 2 Milliarden Menschen von Sydney bis Erfurt. https://www.theclimategroup.org/under2-memorandum-understanding
Mit einem ambitionierten Klimagesetz, einer klaren Klimastrategie und konkreten Instrumenten für die Umsetzung in Thüringen setzet Anja ihren Einsatz in Thüringen fort. Der Klimapavillon in wurde zu einem Ort des Dialogs – ein Raum, in dem Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenkommen. Denn Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Gleichzeitig hat sie die Bedeutung von Investitionen in den Kommunen gestärkt: Klimaschutz beginnt vor Ort – bei energetischer Sanierung, nachhaltiger Infrastruktur und resilienten Städten und Dörfern.
Klar ist: Ohne starke Umweltverbände, ohne organisierte Interessen für Natur und Ressourcen, wird der notwendige Wandel nicht gelingen. Verbände geben dem Gemeinwohl eine Stimme – sie treiben Innovation, setzen Standards und halten politischen Druck aufrecht.
Wenn wir das Klima schützen, schützen wir nicht „die Natur“ als etwas Entferntes. Wir schützen unsere Lebensgrundlagen, letztlich uns selbst